Nachdruck aus der Umschlagbeschreibung
Das Buch
Zwlschen Marco, dem Schriftsteller bäuerlicher Herkunft aus dem
jugoslawischen Teil Istriens, und dem weltläufigen Triestiner Alessandro
hatte es einst eine Freundschaft gegeben. Alessandro, Marcos erster
Leser, hatte ihn ermutigt, ihm zum Erfolg verholfen und war in ihrer Beziehung
zunächst der Überlegene gewesen. Viele Jahre später erinnert
Marco sich im stummen Dialog mit seinem Freund an diese Zeit. Dabei spielen
die Beziehungen zu Frauen die wichtigste Rolle die Affäre mit der
Galeristin Michela oder die Werbung um die slowenische Wirtstochter Irena.
Die beiden Männer beobachten sich gegenseitig in diesen Beziehungen,
"aber die eigentlich Handelnden sind die Frauen, und sie sind auch am plastischsten
dargestellt. Sie handeln, indem sie sich entscheiden: die launische
Michela fiir ihren Ehemann, die Professorentochter Cinzia fiir den lange
flatterhaften und untreuen Marco, der sie heiratet und in die Heimat zurückkehrt,
Irena nach langem Ringen für einen verwitweten slowenischen Advokaten.
Leer geht der trotz seiner Weltläufigkeit verschmähte Alessandro
aus." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Ein Roman, prall von Leben, in einer zerissenen Stadt....Auch für
seine ‘Triestiner Freundschaft’ hätte der Autor aus dem Grenzbereich,
wo sich Italiener, Kroaten, Slowenen, Deutsche und Österreicher mischen,
einen Preis verdient." (Die Welt)
Der Autor
Fulvio Tomizza wurde am 26. januar 1935 in Materada in Istrien geboren.
Als seine Heimat 1954 jugoslawisch wurde, ging er nach Triest, wo er heute
noch als Schriftsteller lebt. Er befaßt sich in seinen Werken
vor allem mit den Problemen, die sich aus der Teilung Istriens zwischen
Italien und Jugoslawien ergeben. Für seinen Roman Eine bessere
Welt erhielt er 1977 den Premio Strega, den angesehensten italienischen
Staatspreis, und 1979 den österreichischen Staatspreis fiir Europäische
Literatur.
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