Recension
Literatur


Fulvio Tomizza, Triestiner Freundschaft  (L'amicizia)

Deutsch von Ragni Maria Gschwenddtv Verlag, München 1984 
293 Seiten 
Umschlaggestaltung Celestino Piatti


Nachdruck aus der Umschlagbeschreibung 

Das Buch
Zwlschen Marco, dem Schriftsteller bäuerlicher Herkunft aus dem jugoslawischen Teil Istriens, und dem weltläufigen Triestiner Alessandro hatte es einst eine Freundschaft gegeben.  Alessandro, Marcos erster Leser, hatte ihn ermutigt, ihm zum Erfolg verholfen und war in ihrer Beziehung zunächst der Überlegene gewesen. Viele Jahre später erinnert Marco sich im stummen Dialog mit seinem Freund an diese Zeit. Dabei spielen die Beziehungen zu Frauen die wichtigste Rolle die Affäre mit der Galeristin Michela oder die Werbung um die slowenische Wirtstochter Irena. Die beiden Männer beobachten sich gegenseitig in diesen Beziehungen, "aber die eigentlich Handelnden sind die Frauen, und sie sind auch am plastischsten dargestellt.  Sie handeln, indem sie sich entscheiden: die launische Michela fiir ihren Ehemann, die Professorentochter Cinzia fiir den lange flatterhaften und untreuen Marco, der sie heiratet und in die Heimat zurückkehrt, Irena nach langem Ringen für einen verwitweten slowenischen Advokaten.  Leer geht der trotz seiner Weltläufigkeit verschmähte Alessandro aus." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Ein Roman, prall von Leben, in einer zerissenen Stadt....Auch für seine ‘Triestiner Freundschaft’ hätte der Autor aus dem Grenzbereich, wo sich Italiener, Kroaten, Slowenen, Deutsche und Österreicher mischen, einen Preis verdient." (Die Welt)  

Der Autor 
Fulvio Tomizza wurde am 26. januar 1935 in Materada in Istrien geboren.  Als seine Heimat 1954 jugoslawisch wurde, ging er nach Triest, wo er heute noch als Schriftsteller lebt.  Er befaßt sich in seinen Werken vor allem mit den Problemen, die sich aus der Teilung Istriens zwischen Italien und Jugoslawien ergeben. Für seinen Roman Eine bessere Welt erhielt er 1977 den Premio Strega, den angesehensten italienischen Staatspreis, und 1979 den österreichischen Staatspreis fiir Europäische Literatur. 

Alle Rechte vorbehalten dtv 1984.


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This page compliments of Laura Blagoni and Michael Plass

Created: Sunday, December 10, 2000; Last updated: Monday, August 06, 2007
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